Dass Hindenburg ein nationales Symbol wurde, beruhte auf seiner Meisterschaft der medialen Selbstinszenierung. So ließ er sich oft und gerne – während draußen der 1. Weltkrieg tobte - als „Helden der Schlacht von Tannenberg“ von Künstlern porträtieren, die Bilder von ihm wurden millionenfach im Reich verkauft.
Tatsächlich fand die Schlacht weder bei Tannenberg statt (sondern im Dreieck Allenstein-Ortelsburg-Soldau), noch hatte er sie geführt; er kümmerte sich zu der Zeit um die Bergung der sterblichen Überreste seines 1909 verstorbenen Bruders aus der Familiengruft Neudeck, weil er eine Entweihung durch die vorrückenden russischen Truppen fürchtete – gerade kein Zeichen von Kampfesmut und Siegeswillen.
1919 wurde das Reichsarchiv gegründet und nicht von Historikern, sondern von Offizieren geführt, die außerdem noch Hindenburg sehr verbunden waren. Später als Reichspräsident nahm Hindenburg sogar direkten Einfluss auf die Archiv-Leitung und unterdrückte intime Wahrheiten über seine Beteiligung an der Tannenberg-Schlacht, über sein intrigantes Komplott gegen Falkenhayn (vor Hindenburg hatte dieser die Oberste Heeresleitung inne). Sein Telegramm vom 10.11.18 an die Reichsregierung, in dem er den Waffenstillstand empfahl, blieb auf seine Anweisung unter Verschluss. Alles, was seinem Heldenmythos abträglich war, durfte nicht veröffentlicht werden.
Tatsächlich fand die Schlacht weder bei Tannenberg statt (sondern im Dreieck Allenstein-Ortelsburg-Soldau), noch hatte er sie geführt; er kümmerte sich zu der Zeit um die Bergung der sterblichen Überreste seines 1909 verstorbenen Bruders aus der Familiengruft Neudeck, weil er eine Entweihung durch die vorrückenden russischen Truppen fürchtete – gerade kein Zeichen von Kampfesmut und Siegeswillen.
1919 wurde das Reichsarchiv gegründet und nicht von Historikern, sondern von Offizieren geführt, die außerdem noch Hindenburg sehr verbunden waren. Später als Reichspräsident nahm Hindenburg sogar direkten Einfluss auf die Archiv-Leitung und unterdrückte intime Wahrheiten über seine Beteiligung an der Tannenberg-Schlacht, über sein intrigantes Komplott gegen Falkenhayn (vor Hindenburg hatte dieser die Oberste Heeresleitung inne). Sein Telegramm vom 10.11.18 an die Reichsregierung, in dem er den Waffenstillstand empfahl, blieb auf seine Anweisung unter Verschluss. Alles, was seinem Heldenmythos abträglich war, durfte nicht veröffentlicht werden.
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